aktuell
«Von der Aare zum Rhein» • 2027
Freitag • 29. Januar 2027 • 19.30 Uhr • Bern
Träffer, Schosshaldenstrasse 43, 3006 Bern
Sonntag • 31. Januar 2027 • 15.00 Uhr • Spiez
Solina, Stockhornstrasse 12, 3700 Spiez
Samstag • 6. Februar 2027 • 19.30 Uhr • Solothurn
Altes Spital, Oberer Winkel 2, 4500 Solothurn
Sonntag • 7. Februar 2027 • 17.00 Uhr • Weinfelden
Saal Musikschule, Ringstr. 4, 8570 Weinfelden
Freitag • 10. September 2027 • 19.30 Uhr • Aarau
Pianolounge, Schönenwerderstrasse 42, 5000 Aarau
Samstag • 11. September 2027 • 19.30 Uhr • Ittigen
Kirchliches Zentrum, Rain 13, 3063 Ittigen
Programm
Bohuslav Martinů (1890–1959)
Sextett H 174 (1929)
für Bläser und Klavier
Urs Joseph Flury (* 1941)
Bläserquintett (1970)
für Flöte, Oboe, Klarinette, Horn und Fagott
Hans Huber (1852–1921)
Sextett B-Dur (1898)
für Bläser und Klavier
Von der Aare zum Rhein – das Programm hat seinen Ausgangspunkt in der Schweiz und eröffnet gleichzeitig europäische Perspektiven.
Drei Werke aus drei Generationen verbinden sich zu einem musikalischen Panorama und zeichnen eine Entwicklungslinie der Bläserkammermusik nach: Sie zeigen, wie sich die Gattung zwischen Spätromantik und Moderne wandelt, ohne ihre klangliche Identität zu verlieren.
Hans Hubers Sextett gehört zu den bedeutendsten Werken der Schweizer Kammermusik im späten 19. Jahrhundert. Der im solothurnischen Schönenwerd geborene, in Leipzig ausgebildete und in Basel tätige Huber glänzt darin mit klanglicher Dichte und melodischer Ausdruckskraft.
Mit der Region Basel eng verbunden ist auch Bohuslav Martinů, der seine letzten Lebensjahre in Pratteln verbrachte. Sein Sextett verbindet tschechische Musiziertradition mit französischer Klarheit und den rhythmischen Impulsen des frühen 20. Jahrhunderts – bis hin zu Anklängen an Jazz, Blues und Ragtime. Es markiert damit den Aufbruch in die musikalische Moderne.
Das Bläserquintett von Urs Joseph Flury führt diese Entwicklung in die zweite Hälfte des 20. Jahrhunderts weiter. Trotz einer zeitgenössischen Tonsprache bleibt Flurys Musik einem lyrischen, von romantischem Empfinden geprägten Ausdruck verpflichtet. Dadurch entsteht eine überzeugende Verbindung zu Hubers Klangwelt und zugleich ein Ausblick auf das heutige Schweizer Musikschaffen.